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Die Europäische Zentralbank verfolgt weiterhin eine sehr lockere Geldpolitik

Freitag, 20.01.2017

Die Europäische Zentralbank behält ihren lockeren geldpolitischen Kurs bei und zeigt sich vom jüngsten Inflationsanstieg in Deutschland unbeeindruckt. Sie gab zudem weitere Einzelheiten zu ihrem Anleihenkaufprogramm bekannt.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat an ihrer ersten Zinssitzung in diesem Jahr deutlich gemacht, dass sie an der gegenwärtig lockeren Geldpolitik festhält, nachdem sie ihre Forward Guidance im Rahmen der vorherigen Sitzung bis zum Jahresende 2017 verlängert hatte. Sie zeigte sich unbesorgt über den jüngsten Inflationsanstieg in Deutschland. Die Inflationsgefahr sei weiterhin gedämpft und der jüngste Preisanstieg vor allem dem gestiegenen Ölpreis geschuldet, erklärte EZB-Präsident Mario Draghi gegenüber den Medien.

Mittelfristiger Inflationsanstieg in Richtung des Zielwerts ist noch nicht erreicht

Die EZB will über einen vorübergehenden Anstieg der Gesamtinflation hinwegsehen und es ist ihr Ziel, auf nachhaltiger, europaweiter Basis einen mittelfristigen Inflationsanstieg in Richtung des Zielwerts (von 2%) zu erreichen. «Da die Kerninflation weiterhin auf einem niedrigen Niveau ist (0.9% YoY im Dezember 2016), wurde dies bisher sicherlich noch nicht erreicht. Dementsprechend ist es sehr unwahrscheinlich, dass die EZB auf den gegenwärtigen Anstieg der Gesamtinflation reagieren wird, der sich aus Basiseffekten der Energiepreise ergibt», so das Fazit der Credit Suisse Experten. Die Inflationsrate war im Dezember von 0.8% auf 1.7% gesprungen, der grösste Anstieg seit 24 Jahren.

Ende der Anleihenkäufe ist nicht in Sicht

Die EZB gab zudem Einzelheiten zu ihrer Absicht bekannt, Wertpapierkäufe mit einer Rendite zuzulassen, die unter dem Einlagenzinssatz liegt (momentan -0.4%). Die EZB sagte insbesondere, dass diese Regelung nur für das Kaufprogramm im öffentlichen Sektor (PSPP) gelten würde und dass Anleihen mit einer höheren Rendite Vorrang hätten.

 
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