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Der SVV hat Vorbehalte gegenüber der Vorlage zur Reform Altersvorsorge 2020

Freitag, 14.04.2017

Der SVV erachtet die Vorlage zur Altersvorsorgereform als unbefriedigend. Weil die systemfremde Umverteilung von der berufstätigen Generation hin zu den Rentnern jedoch reduziert wird, stellt er sich nicht gegen die Vorlage.

Die Vorlage zur Reform der Altersvorsorge 2020, über die am 24. September 2017 abgestimmt wird, betrifft die im Schweizerischen Versicherungsverband SVV vertretenen Kollektivlebensversicherer, die Durchführer der beruflichen Vorsorge sind, direkt. Der SVV erachtet die Vorlage insgesamt für unbefriedigend. Weil durch die Reform die systemfremde Umverteilung in der beruflichen Vorsorge von der berufstätigen Generation hin zu den Rentnern reduziert wird, stellt sich der Verband jedoch nicht gegen die Vorlage. Zudem verzichtet er darauf, sich finanziell oder personell an einer Abstimmungskampagne für oder gegen die Vorlage zu beteiligen.

Vorlage stabilisiert das Rentensystem finanziell mittelfristig

Aus Sicht des SVV enthält die Vorlage, die das Parlament zuhanden der Volksabstimmung vom 24. September 2017 verabschiedet hat, positive und negative Aspekte. Positiv wertet der SVV, dass die Vorlage das Rentensystem finanziell mittelfristig stabilisiert. Die Angleichung des Referenzrentenalters für Frauen und Männer auf 65 Jahre und die Erhöhung der Mehrwertsteuer um 0,6 Prozentpunkte wirken sich positiv auf die AHV aus. Die Senkung des Umwandlungssatzes auf 6 Prozent reduziert in der beruflichen Vorsorge die systemfremde Umverteilung von der berufstätigen Generation hin zu den Rentnern.

Neue Bestimmungen verschlechtern die Rahmenbedingungen für Lebensversicherer

Diesen positiven Effekten stehen jedoch negative Auswirkungen gegenüber. Das gilt auch in Bezug auf die Vorsorgelösungen der Lebensversicherer für die KMU. Die neuen Bestimmungen zu den Überschüssen und Risikoprämien verschlechtern die Rahmenbedingungen für den Fortbestand dieser Lösungen. Dieser Teil der Reform läuft den Interessen von rund 160'000 KMU mit mehr als 1 Million Versicherten entgegen und trägt auch nicht zum Ziel der Vorlage, der Stabilisierung des Rentensystems unter Beibehaltung des Leistungsniveaus, bei, wie der SVV meint.

Reformvorlage ist für den SVV insgesamt unbefriedigend

Insgesamt erachtet der SVV die Reformvorlage für unbefriedigend. Der SVV stellt sich jedoch nicht gegen die Vorlage, da zum ersten Mal seit 20 Jahren über eine Gesamtbetrachtung des Schweizer Altersvorsorgesystems abgestimmt wird, die einen Weg zur finanziellen Stabilisierung der bisherigen Errungenschaften aufzeigt.

Politisch müssen nächste Schritte angegangen werden

Die aktuelle Vorlage ist nur eine vorläufige Lösung. Sie öffnet jedoch ein Zeitfenster, das rasch genutzt werden muss, um politisch die nächsten Schritte zu einem nachhaltig ausgestalteten System anzugehen.

 
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