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Schweizer Wohneigentum hat sich in den letzten neun Jahren massiv verteuert

Freitag, 04.11.2016

Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen sind seit 2007 mancherorts um mehr als zwei Drittel gestiegen. In einzelnen Regionen liegen sie gar um beinahe einen Drittel höher als noch vor einem Jahr. Der Trend scheint ungebrochen.

Die absoluten Angebotspreise für Wohnungen bewegen sich nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau. Sie haben sich teilweise sogar noch erhöht. So ist der angebotene Quadratmeterpreis für Wohnungen in Horgen innerhalb von neun Jahren um 76% gestiegen. Das zeigt ein Blick auf die Top Ten der Bezirke mit den höchsten Steigerungsraten bei den Angebotspreisen von Wohnungen zwischen 2007 und 2016. Auf dem zweiten Platz hinter Horgen figuriert der Bezirk Luzern, mit 67% Steigerung, gefolgt von L’Ouest lausannois sowie Zug auf dem dritten Platz, mit jeweils 65% Preissteigerungen. Diese Zahlen brachte der Immobilienreport der ETH Zürich und des Internet-Vergleichsdienstes comparis.ch hervor.

Quelle: Comparis.ch; Stand: Q2 2016

Der teuerste Quadratmeter kostet 13‘000 Franken

Am meisten zahlt man für einen Quadratmeter nach wie vor im bündnerischen Bezirk Maloja (beinhaltet u.a. die Gemeinde St. Moritz), wo der Angebotspreis im Median unverändert bei 13'000 Franken liegt. Dahinter folgen Zürich und neu Entremont (beinhaltet u.a. die Gemeinde Verbier), mit jeweils 11'500 Franken, Meilen und Genf (jeweils 11'000 Franken), Horgen (10'500 Franken), Zug, Küssnacht im Kanton Schwyz und Lavaux-Oron (jeweils 10'000 Franken) sowie Höfe (9'500 Franken). Besonders auffällig ist, dass der angebotene Quadratmeterpreis in Entremont im Vergleich zum letzten Jahr 2'500 Franken höher ist. Rund 1'000 Franken mehr zahlt man auch in Horgen und Lauvaux-Oron, während es in Höfe noch 500 Franken mehr sind. 500 Franken weniger zahlt man hingegen in Meilen und Küssnacht SZ.

Es gibt auch günstigere Wohnungen

In Raron und Leventina wohnt man am günstigsten – dort bekommt man eine Wohnung für 3'000 Franken pro Quadratmeter. Raron ist auch der einzige Bezirk, in dem die Angebotspreise für Wohnungen seit 2007 um 10% gesunken sind. In La-Chaux-de-Fonds und Delémont kostet ein Quadratmeter 3'500 Franken, in Goms, Trachselwald, Hinterland, Gösgen, Leuk und Porrentruy 4'000 Franken.

Für Häuser sind Zug und Meilen am teuersten

Am meisten zahlt man für ein mittelgrosses Haus (5 – 6 ½ Zimmer) in Zug und Meilen; dort liegt der Angebotspreis im Median bei 2'250'000 Franken. Danach folgen Horgen (1'800'000 Franken), Genf und Nyon (jeweils 1'600'000 Franken) und Morges, L’Ouest lausannois, Luzern, Locarno und Arlesheim mit jeweils 1'400’00 Franken. Am günstigsten wohnt es sich in einem Haus in Porrentruy, Blenio und Leventina mit einem Medianpreis von jeweils 450'000 Franken. Ebenfalls in den Top Ten der günstigsten Bezirke für Häuser befinden sich: Leuk (500'000 Franken), Courtelary (550'000 Franken), Delémont und Thal (jeweils 600'000 Franken), Aarwangen, Brig und Wasseramt (jeweils 650'000 Franken).

Über die Studie

In die Analyse zum aktuellen Immobilienreport der ETH Zürich und des Internet-Vergleichsdienstes comparis.ch flossen die Daten von mehr als 1.5 Millionen Kaufinseraten für Häuser und Wohnungen ein, die von 2005 bis Ende Juni 2016 auf dem Immobilienportal von comparis.ch angezeigt wurden.

 
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