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Die Swiss Life-Gruppe sieht sich trotz Wachstumseinbruch „auf Kurs“

Donnerstag, 10.11.2016

Die Prämieneinnahmen der Swiss Life sind in den ersten neun Monaten 2016 stark gesunken. Die liegt u.a. am Rückgang der Einmaleinlagen im traditionellen Geschäft. Die verwalteten Vermögen im Drittkundengeschäft zeigen aber starkes Wachstum.

Die Swiss Life-Gruppe erzielte in den ersten neun Monaten 2016 Prämieneinnahmen von 13,4 Milliarden Franken. Dies entspricht einem Rückgang in lokaler Währung von 9%. Die versicherungstechnischen Rückstellungen zugunsten der Versicherten stiegen per 30. September 2016 um 2% in lokaler Währung. Die Fee-Erträge konnten in den ersten drei Quartalen des Jahres in lokaler Währung um 2% auf 974 Millionen Franken gesteigert werden. Zu dieser positiven Entwicklung haben insbesondere Swiss Life Asset Managers und die unabhängigen Beraterkanäle beigetragen.

Swiss Life-Chef Patrick Frost verweist zudem auf die «anderen Fortschritte» im Rahmen des Unternehmensprogramms „Swiss Life 2018“. So habe man bereits die Hälfte der Kosteneinsparungen implementiert. Des Weiteren habe der Anteil nicht-traditioneller Produkte im Neugeschäft 90% betragen.

Traditionelles Geschäft ist vor allem im Ausland rückläufig

Im Heimmarkt Schweiz erzielte Swiss Life Prämieneinnahmen von 8,2 Milliarden Franken, was einem Rückgang um 6% entspricht. Im gleichen Zeitraum stiegen die Erträge im Fee-Geschäft vor allem dank dem Wachstum bei Swiss Life Select und im Immobilienmaklergeschäft gegenüber dem Vorjahr um 23% auf 177 Millionen Franken.

In Frankreich sanken die Prämieneinnahmen gegenüber der Vorjahresperiode um 6% in lokaler Währung auf 3,3 Milliarden Franken. Die Fee-Erträge lagen aufgrund tieferer Bankkommissionen mit 175 Millionen in lokaler Währung 7% unter dem Vorjahr.

Swiss Life in Deutschland erzielte in den ersten neun Monaten 2016 Prämieneinnahmen von 905 Millionen Franken, ein Minus von 5% in lokaler Währung. Der Rückgang der Fee-Erträge von 2% in lokaler Währung auf 259 Millionen Franken ist auf das Versicherungsgeschäft zurückzuführen; die Fee-Erträge in den Endkundenvertrieben stiegen gleichzeitig um 5% in lokaler Währung.

Die Markteinheit International verzeichnete einen Prämienrückgang um 40% in lokaler Währung auf 1,0 Milliarden Franken. Die Fee-Erträge lagen mit 161 Millionen Franken 5% unter der Vorjahresperiode in lokaler Währung; bereinigt um Wechselkurseffekte beim britischen Pfund entspricht dies einem Rückgang um 1%.

Vermögensverwaltungsgeschäft kompensiert für das traditionelle Geschäft

Swiss Life Asset Managers verzeichnete in den ersten drei Quartalen im Geschäft mit Drittkunden Nettoneugeldzuflüsse von 5,9 Milliarden Franken. Damit erhöhten sich die für Drittkunden verwalteten Vermögen per 30. September 2016 auf 46,2 Milliarden Franken (Jahresende 2015: CHF 38,8 Milliarden). Swiss Life Asset Managers erzielte in den ersten neun Monaten insgesamt Fee-Erträge von 422 Millionen Franken, was einem Wachstum gegenüber dem Vorjahr von 8% in lokaler Währung entspricht.

Anlageerträge und Solvenz bleiben solide

Swiss Life erzielte in den ersten neun Monaten 2016 direkte Anlageerträge in der Höhe von 3,266 Milliarden Franken und erreichte damit das Vorjahresniveau (Q3 2015: CHF 3,253 Mia.).

Die nicht annualisierte direkte Anlagerendite kam damit per 30. September 2016 auf 2.2% zu stehen (Q3 2015: 2.3%); die nicht annualisierte Nettoanlagerendite betrug in den ersten neun Monaten 2.3% (Q3 2015: 2.6%). Swiss Life erwartet für das Geschäftsjahr eine Nettoanlagerendite von rund 3%.

Die SST-Quote (auf Basis des mit Auflagen genehmigten internen Modells) lag per 30. September 2016 über 140%.

 
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