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Die Schweizer Kantonalbanken liefern 2016 gute Halbjahresabschlüsse

Donnerstag, 15.09.2016

Die Kantonalbanken zeigen sich mit dem Semesterergebnis zufrieden. So ist der operative Gewinn leicht gestiegen; der Nettogewinn hingegen ist gesunken. Das Verhältnis von Aufwand zu Ertrag liegt aber unter dem Branchendurchschnitt.

Die Kantonalbanken blicken auf ein gutes erstes Semester zurück. Sie konnten per 30. Juni 2016 einen operativen Gewinn von 1,7 Milliarden Franken erwirtschaften. Dies entspricht einer Zunahme von 34 Millionen Franken oder 2%. Mit einer Cost-Income-Ratio von 54.1% zeichnen sich die Kantonalbanken durch eine überaus effiziente Leistungserbringung aus. Die kumulierte Bilanzsumme aller 24 Institute erhöhte sich um 1.4% auf 564,3 Milliarden Franken.

Banken konnten beim Zinsgeschäft weiter zulegen

Das Zinsgeschäft ist mit einem Anteil von 63% die wichtigste Ertragssäule der Kantonalbanken. Im ersten Halbjahr 2016 erzielten die 24 Institute einen kumulierten Netto-Erfolg aus dem Zinsgeschäft von rund 2,7 Milliarden Franken. Dies entspricht einer Zunahme zur Vorjahresperiode von 2.2%. Das Zinsgeschäft bleibt somit auch vor dem Hintergrund anhaltender Negativzinsen auf einem unverändert hohen Niveau.

Handelsgeschäft ist eingebrochen

Leicht rückgängig war der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft. Dieser reduzierte sich um rund 16 Millionen Franken (-1.5%), was die zurückhaltende Stimmung der Anlegerinnen und Anleger widerspiegelt. Ebenfalls rückläufig war der Erfolg aus dem Handelsgeschäft. Nachdem die Handelsaktivitäten von Kunden wegen der Aufhebung des Euro/CHF-Mindestkurses im Vorjahr ausserordentlich rege waren, haben sich die Erträge im laufenden Jahr auf einem normalen Niveau eingependelt. Zu Jahresmitte beträgt der Erfolg aus dem Handelsgeschäft 446,4 Millionen Franken (-11.5%).

Aufwand-Ertragsverhältnis liegt deutlich unter dem Branchendurchschnitt

Der kumulierte Geschäftsertrag aller Kantonalbanken beläuft sich im ersten Semester auf 4,3 Milliarden Franken (-0.9%). Diesem stehen in etwa gleichbleibende Aufwände in Höhe von 2.3 Milliarden Franken (+0.8%) gegenüber. Grösste Aufwandsposition ist mit 1,5 Milliarden Franken der Personalaufwand. Der Sachaufwand hat leicht zugenommen und beträgt 831,6 Millionen Franken (+1.2%).

Die Kantonalbanken zeichnen sich nach wie vor durch eine effiziente Leistungserbringung aus. Das Verhältnis von Aufwand zu Ertrag (Cost-Income-Ratio) beträgt 54,1% und liegt markant unter dem Branchendurchschnitt.

Gewinn ist rückläufig

Begleitet von einem verminderten Rückstellungsbedarf resultiert im ersten Halbjahr 2016 ein Geschäftserfolg von 1,7 Milliarden Franken. Dies entspricht einer Zunahme des operativen Gewinns von 34 Millionen Franken oder 2%. Der kumulierte Netto- bzw. Periodengewinn liegt mit 1,4 Milliarden Franken (-5.8%) erwartungsgemäss etwas unter der Vorjahresperiode, in welcher die Kantonalbanken mit dem Verkauf ihrer Swisscanto-Anteile einen grossen Sonderertrag verbuchen konnten.

Hypothekarbestände sind nochmals gewachsen

Die Bilanzsumme aller 24 Kantonalbanken stieg per 30. Juni 2016 um 1.4% auf 564,3 Milliarden Franken. Die Kundengelder (Verpflichtungen aus Kundeneinlagen sowie Kassen-obligationen) belaufen sich auf 344,6 Milliarden Franken (-0.3%). Der Bestand der Hypothekarforderungen nahm um 2% zu und beträgt 350,2 Milliarden Franken.

Laut dem Verband Schweizerischer Kantonalbanken setzen die Kantonalbanken auf ein massvolles und nachhaltiges Wachstum ihrer Hypothekarbestände und wenden die strengen Vergabekriterien konsequent an. So habe sich die Zunahme der Hypothekarbestände (+2.2%) im ersten Halbjahr 2016 verglichen zum Vorjahr etwas verlangsamt.

KMU-Finanzierungslösungen haben zugenommen

Ebenfalls ein Wachstum verzeichnen die Kantonalbanken bei den übrigen Kundenforderungen, welche Kredite und Finanzierungslösungen für Unternehmen beinhalten. Diese nahmen um 2.4% auf 46,7 Milliarden Franken zu. Die Kantonalbanken gehören im KMU-Geschäft weiter zu den Marktführern in der Schweiz.

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