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Die Jungen sind klar gegen höhere AHV-Renten

Dienstag, 27.09.2016

Fast 80% der Wähler zwischen 18 und 34 Jahren haben sich am Wochenende gegen die AHVplus Initiative ausgesprochen. Auch bei den 35- bis 49-Jährigen waren es noch 68%. Damit tut sich ein deutlicher Altersgraben auf.

Alter und Parteizugehörigkeit haben bei der Volksabstimmung über die Initiative «AHVplus: für eine starke AHV» eine grosse Rolle gespielt, wie eine Nachbefragung von Tamedia ergeben hat. Demnach haben sich 79% der Jungwähler zwischen 18 und 34 Jahren gegen eine pauschale Anhebung der AHV-Renten um 10% ausgesprochen. Auch bei den 35- bis 49-jährigen Wählern war die Ablehnung mit 68% noch gross. «Das Engagement der Jungen war somit erfolgreich», so das Fazit des «Tages-Anzeiger».

Vorlage fand bei Rentnern die höchste Zustimmung

Die bürgerlichen Jungparteien haben während Wochen gegen die Vorlage „geweibelt“. So sank die Zustimmung der 18- bis 34-Jährigen (35% im August) im Laufe des Abstimmungskampfes auf letztlich 21%. «Die Jungen haben erkannt, dass die AHV in finanzieller Schieflage steckt und ein einseitiger Ausbau nicht finanzierbar wäre», zitiert der Tages-Anzeiger Andri Silberschmidt, Präsident der Jungfreisinnigen, dazu.

Mit zunehmendem Alter stieg die Zustimmung zur Vorlage. Die über 65-Jährigen stimmten ihr mit satten 57% zu. Aufgeschlüsselt nach der Beschäftigungssituation erreichte die Zustimmung bei den Pensionierten sogar 59%, so der Tages-Anzeiger. Damit tut sich ein deutlicher Altersgraben auf: Auszubildende unterstützten das Anliegen nur zu 17%.

Bürgerliche stimmten geschlossen gegen die Initiative

Die Reihen bei den bürgerlichen Wählern haben sich allerdings erst im Verlauf der Abstimmungskampagne geschlossen. So hatten sich in ersten Umfragen zur Initiative Anfang August 62% der SVP-Sympathisanten für eine Erhöhung der AHV-Altersrenten ausgesprochen. Am Schluss waren es noch 33%. Anhänger der Grünen und der SP dagegen äusserten mit 65% und mit 67% ein deutliches Ja zur Initiative. In der FDP und der GLP lag die Zustimmung mit 23% und mit 26% am tiefsten.

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