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Die AXA Winterthur verzeichnet für das erste Halbjahr einen Gewinnrückgang

Mittwoch, 05.08.2015

Die AXA Winterthur verzeichnet für das erste Halbjahr 2015 sowohl beim Geschäftsvolumen als auch beim Betriebs- und Reingewinn einen Rückgang. Viel verspricht die neue Strategie: Innovation, Dynamik und Digitalisierung.

Das Geschäftsvolumen (Bruttoprämien und Investment Contracts) der zum französischen AXA Konzern gehörenden AXA Winterthur ist im ersten Halbjahr 2015 um 2.7% gegenüber der Vorjahresperiode auf 8,810 Milliarden Franken zurückgegangen. Der operative Gewinn nahm leicht um 0.7% auf 452 Millionen Franken ab. Der Reingewinn sank dagegen um 5.3% auf 527 Millionen Franken.

Schadenversicherung profitiert von weniger Grossschäden und Kostendisziplin

«Trotz einem herausfordernden Marktumfeld» mit leicht rückläufigem Wirtschaftswachstum im ersten Quartal 2015 hat die AXA Winterthur in der Schadenversicherung weiteres Wachstum erzielen. Die Bruttoprämien stiegen um 0.2% auf 3,035 Milliarden Franken, der operative Gewinn erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 1.7%.

Die AXA Winterthur konnte sowohl im Privatkundengeschäft als auch im Unternehmensgeschäft zulegen. Der Schaden-/Kostensatz (Combined Ratio) verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr dank weniger Grossschäden um 0.8 Prozentpunkte auf 85.6%. Laut Andreas Krümmel, Leiter Schadenversicherung der AXA Winterthur, haben sich die konsequenten Anstrengungen im Bereich der Effizienz und Kostendisziplin zudem ausgezahlt.

Kollektivleben: Im teilautonomen Markt legt der Versicherer weiter zu

Im Kollektivleben gingen die Bruttoprämien aufgrund der bewusst selektiveren Zeichnungspolitik in der Vollversicherung um 4.8% auf 5,030 Milliarden Franken zurück, was insbesondere auf tiefere Einmaleinlagen zurückzuführen ist. Der operative Gewinn nahm um 0.9% auf 65 Millionen Franken ab.

«Diese Zahlen widerspiegeln die operative Umsetzung der Strategie der AXA Winterthur, sich gezielt als Komplettanbieterin zu positionieren und insbesondere grösseren Kunden neben der Vollversicherung verstärkt auch teilautonome Versicherungslösungen anzubieten», wie Thomas Gerber, Leiter Leben der AXA Winterthur, erklärt. So ist die AXA Winterthur im teilautonomen Bereich weiter gewachsen, während sie in der Vollversicherung bewusst auf eine stabile Strategie und eine selektivere Zeichnungspolitik gesetzt hat.

Im Einzelleben verblieb das Geschäftsvolumen «unter schwierigen Marktbedingungen» mit 738 Millionen Franken (-0.4%) auf dem Niveau des Vorjahres; das Neugeschäft ging um 4.0% auf 72 Millionen Franken zurück. Der operative Gewinn sank um 6.1% auf 110 Millionen Franken. 

Währungsrisiken wurden abgesichert

Der Versicherer setzt auch im Risiko- und Finanzmanagement auf langfristige Stabilität, wie Chief Executive Officer Antimo Perretta erklärt. So habe sie die konsequente Absicherung gegen Währungsrisiken vor Verlusten bewahrt, als die Schweizerische Nationalbank im Januar den Mindestkurs aufhob. Die Entwicklung der Märkte bleibe aber unvorhersehbar. «Während der letzten Monate haben wir unsere Währungsabsicherungsstrategie deshalb nochmals optimiert und sowohl einen hohen Anteil der Fremdwährungsbestände sehr langfristig abgesichert als auch die Absicherungsinstrumente weiter diversifiziert. So sind wir für alle möglichen Szenarien so gut wie möglich vorbereitet», betont Perretta.

AXA Winterthur will innovativer, agiler und schneller werden

Die AXA Winterthur hat kürzlich ihre neue Strategie lanciert, die auf Innovation, Dynamik und Digitalisierung setzt. So zeigt sich Antimo Perretta überzeugt, dass das neu geschaffene Ressort «Transformation & Market Management» sowie flachere Hierarchien innerhalb der Organisation der AXA Winterthur künftig helfen werden, innovativer, agiler und schneller handeln zu können. «Insgesamt blicken wir auf ein gutes erstes Halbjahr zurück», so Antimo Perretta, der sich zuversichtlich gibt.

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