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Die AXA Winterthur präsentiert für 2016 ein durchzogenes Ergebnis

Freitag, 24.02.2017

Die AXA Winterthur verzeichnet für das Geschäftsjahr 2016 einen Rückgang beim Geschäftsvolumen wie auch beim operativen und beim Reingewinn. Der Versicherer gibt sich dennoch zuversichtlich.

Die zum französischen AXA-Konzern gehörende AXA Winterthur hat 2016 «unter schwierigen Marktbedingungen» ein gutes Jahresergebnis erzielt, wie CEO Antimo Perretta betont. Das Geschäftsvolumen sank gegenüber dem Vorjahr allerdings leicht um 0.4% auf 11 Milliarden Franken. Der operative Gewinn ging um 7.5% auf 829 Millionen Franken zurück. Gründe für den Rückgang sind laut Unternehmen die gesunkene Reinvestitionsrendite bei festverzinslichen Anlagen sowie höhere Absicherungskosten. Der Reingewinn brach wegen hoher Absicherungskosten für Fremdwährungsrisiken und wegen nicht realisierter Verluste bei Wandelanleihen stärker ein, nämlich um 13.8% auf 801 Millionen Franken. Antimo Perretta erwartet für das laufende Jahr in diesen Belangen keine Entlastung. Die laufende Anlagerendite sank auf knapp unter 2%.

Privat- und Unternehmensgeschäft der Schadenversicherung wächst

In der Schaden- und Unfallversicherung verzeichnete der grösste Schweizer Allbranchenversicherer ein solides Ergebnis. Das Geschäftsvolumen stieg um 0.6% auf 3,4 Milliarden Franken, wobei sowohl das Privat- als auch das Unternehmensgeschäft positiv verliefen.

In der Motorfahrzeug- und Hausratversicherung verzeichnete die AXA Winterthur 14'619 Netto-Neuabschlüsse, womit der Vorjahreswert um 62.7% übertroffen wurde. Der Schaden-Kosten-Satz lag mit einem leichten Anstieg um 0.2 Prozentpunkte auf 86.2% nach wie vor auf einem sehr guten Level. Der Versicherer führt dies einerseits auf einen guten Schadenverlauf mit wenigen Grossschäden und andererseits auf die Kostendisziplin zurück.

In der beruflichen Vorsorge gewinnen teilautonome Lösungen an Bedeutung

Die Bruttoprämien im Kollektivlebengeschäft stiegen im Vergleich zu 2015 um 2.1% auf 6,7 Milliarden Franken. Das klassische Neugeschäft betrug im vergangenen Jahr 230 Millionen Franken, was einem Anstieg um 6.5% entspricht. Das erweiterte Neugeschäft, in das die Sparbeiträge aus teilautonomen Versicherungslösungen mit einfliessen, erhöhte sich gar um 23.7%. Anders als bei der Vollversicherung trägt der Kunde bei teilautonomen Versicherungslösungen das Anlagerisiko ganz oder teilweise selbst.

In der Einzel-Leben-Versicherung brachen die Prämienerträge um 17.1% auf 987 Millionen Franken ein. Trotz dem unwirtlichen Umfeld wurden im Aussendienst 44 neue Vollzeitstellen geschaffen. Auch das Neugeschäft verlief «in einem äusserst anspruchsvollen Marktumfeld» rückläufig (-20.4% auf 97 Millionen Franken). Grund dafür ist einzig ein Rückgang bei den Einmaleinlagen; die Jahresprämien stiegen um 2.3%. 

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