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Die AXA Winterthur hat ihr Betriebsergebnis 2015 gesteigert

Donnerstag, 19.05.2016

Die AXA Winterthur hat 2015 im Geschäft der Beruflichen Vorsorge den Betriebsgewinn um 4.5% gesteigert. Die Prämieneinnahmen in der Vollversicherung gingen um 2.1% zurück. Sie senkt den Umwandlungssatz bis 2018 auf 5.0%.

Die AXA Winterthur verfolgt in der Vollversicherung seit einiger Zeit eine selektive Zeichnungspolitik und setzt in der beruflichen Vorsorge vermehrt auf teilautonome Lösungen. So ging das Neugeschäft bei der Vollversicherung 2015 um 32% zurück. Das Neugeschäft mit teilautonomen Lösungen dagegen legte um 8% zu. Das spiegelt sich auch in der „Betriebsrechnung Berufliche Vorsorge“ (BVG) für 2015: Während AXA Winterthur das Betriebsergebnis aus dem Geschäft der „Beruflichen Vorsorge“ um 4.5% auf 231 Millionen Franken vor Steuern steigern konnte, sanken die Prämieneinnahmen in der Vollversicherung um 2.1% auf 7,5 Milliarden Franken. Die Einmaleinlagen, welche ausschliesslich aus dem Vollversicherungsgeschäft stammen, gingen um 3.8% auf 4,2 Milliarden Franken zurück, wie der Versicherer mitteilt.

Versicherte im Obligatorium erhalten 91% zugewiesen

Im Geschäft, das der Mindestquote unterstellt ist, verzeichnete die AXA Winterthur im Berichtsjahr einen massgebenden Umsatz von 2,5 Milliarden Franken. Davon wurde den Versicherten ein Anteil von 91% oder 2,2 Milliarden Franken zugewiesen (Legal Quote). Die Versicherten erhielten dies in Form von Leistungen (1,6 Milliarden Franken), als Aufbau von zusätzlichen Rückstellungen für künftige Leistungen (572 Millionen Franken) und als Zuweisung an den Überschussfonds (111 Millionen Franken). Zudem wurden den Versicherten aus dem Überschussfonds 254 Millionen Franken zugeteilt. Das Betriebsergebnis der AXA Winterthur für das der Mindestquote unterstellte Geschäft der beruflichen Vorsorge belief sich auf 221 Millionen Franken vor Steuern (+4.7%). Die AXA Winterthur stellt ihren Kunden in der Vollversicherung Garantien in der Höhe von 52 Milliarden Franken bereit.

Anlagerendite blieb trotz schwierigem Tiefzinsumfeld stabil

Der erwirtschaftete Anlageertrag im Kollektivgeschäft belief sich auf brutto 1,8 Milliarden Franken, was einer Rendite auf Buchwerten von netto 3.4% entspricht (2014: 3.33%). Die Altersguthaben der Versicherten wurden 2015 im Obligatorium und im Überobligatorium mit je 1.75% verzinst

Umwandlungssatz im Überobligatorium wird auf 5% gesenkt

Damit die gesetzlich vorgeschriebene Rente finanziert werden kann, muss heute für jeden Rentner und jede Rentnerin zusätzliches Kapital bereitgestellt werden. Dieses wird aus dem Anlageertrag und der Risikoprämie finanziert – zu Lasten jener Versicherten, die noch aktiv im Arbeitsleben stehen.

Die Sammelstiftungen der AXA haben im Sinne der Generationenfairness bereits Massnahmen gegen die systemfremde Umverteilung ergriffen: Bis 2018 wird in der Vollversicherung der Umwandlungssatz im Überobligatorium schrittweise auf 5.0% gesenkt. Diese Massnahme, die nur Neurentner betrifft, hat bereits Wirkung gezeigt: Der Umverteilungsanteil für Neurentner bewegte sich 2015 mit 257 Millionen Franken auf dem Niveau des Vorjahres. Eine weitere Steigerung dieser Umverteilung an Neurentner konnte somit gestoppt werden.

Umverteilung für laufende Renten stieg 2015 um 128%

Die Umverteilung für laufende Alters- und Hinterlassenenrenten stieg dagegen von 250 Millionen Franken 2014 auf 570 Millionen Franken an. Diese Zunahme um 320 Millionen Franken ist auf zusätzliche technische Rückstellungen zur Sicherung der Rentenversprechen für laufende Renten zurückzuführen. Der Grund liegt in der verschärften und derzeit nicht absehbaren Veränderung der Tiefzinssituation in Verbindung mit der steigenden Lebenserwartung.

«Die anhaltende Tiefzinssituation mit entsprechend sinkenden Anlageerträgen sowie die weiter steigende Lebenserwartung werden auch künftig viel Druck auf die berufliche Vorsorge ausüben. Mit den zusätzlichen Rückstellungen setzen wir uns verstärkt für langfristige Rentensicherheit ein», sagt Thomas Gerber, Leiter Leben der AXA Winterthur.

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