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Die AXA Winterthur blickt auf ein durchzogenes erstes Halbjahr 2016 zurück

Donnerstag, 04.08.2016

Das Geschäftsvolumen der AXA Winterthur entsprach im ersten Halbjahr 2016 in etwa jenem des Vorjahres. Die negative Entwicklung der Finanzmärkte beeinträchtigte jedoch Unternehmens- und Reingewinn. Der Versicherer gibt sich optimistisch.

Das Brutto-Prämienvolumen der zum französischen AXA Konzern gehörenden AXA Winterthur ist im ersten Halbjahr 2016 leicht um 0.5% auf 8,674 Milliarden Franken gesunken. Der operative Gewinn ging um 1.5% auf 445 Millionen Franken zurück. Der Reingewinn jedoch brach um 29.6% auf 371 Millionen Franken ein. Als Hauptgrund nennt der Versicherer die negative Entwicklung der Finanzmärkte, vor allem nach dem Brexit-Entscheid, welche den Unternehmensgewinn (-11.3%) wie auch den Reingewinn beeinträchtigt habe. Insbesondere der Reingewinn habe unter temporären Wertschwankungen der Fremdwährungs- und Zinsabsicherungs-Derivate sowie der Wandelanleihen gelitten. «Die AXA Winterthur sichert sich am internationalen Währungsmarkt konsequent gegen Währungsrisiken ab, was sich im aktuellen volatilen Marktumfeld sehr bewährt. Die Kosten für Absicherungsinstrumente sind aber stark steigend, da uns die Tiefzinsphase voraussichtlich noch länger begleiten wird. Dadurch wird es immer anspruchsvoller, auf unseren Kapitalanlagen eine gute Rendite zu erwirtschaften», wie Antimo Perretta, CEO der AXA Winterthur, erklärt. 

Schaden- und Unfallversicherung verbucht positive Entwicklung

In der Schaden- und Unfallversicherung stieg das Geschäftsvolumen um 0.8% auf 3,065 Milliarden Franken an, wobei sowohl die Prämieneinnahmen des Privatkunden- als auch des Unternehmensgeschäftes zunahmen. Die Netto-Neuabschlüsse bei Motorfahrzeug- und Hausratversicherungen entwickelten sich mit einem Plus von 37.6% im Vergleich zum Vorjahr positiv. Auch der Schaden-/Kosten-Satz ist mit einer Verbesserung um 0.1 Prozentpunkte auf 85.5% auf einem stabilen Niveau; er profitierte von wenigen Grossschäden, wie Fabrizio Petrillo, Leiter Schaden- und Unfallversicherung AXA Winterthur, anfügt.

Das teilautonome Geschäft wird gepusht

Im Kollektivlebengeschäft stiegen die Bruttoprämien im Vergleich zum Vorjahr um 2.4% auf 5,149 Milliarden Franken an; sie wurden von höheren Einmaleinlagen im Bereich der beruflichen Vorsorge getrieben. Das klassische Neugeschäft erhöhte sich um 7.9%, das erweiterte Neugeschäft sogar um 31.8%.

Verkauf von privaten Vorsorgeprodukten bleibt eine Herausforderung

Im Einzelleben hingegen verliefen das Prämienvolumen (-28.3%) als auch das Neugeschäft (-30.5%) rückläufig. Die Jahresprämien nahmen in einem schwierigen Marktumfeld um 1.9% zu, während bei den Einmaleinlagen ein Rückgang von 76.5% zu verzeichnen war.

Laut Thomas Gerber, Leiter Leben AXA Winterthur, zeigt die positive Entwicklung der teilautonomen Lösungen im Kollektivleben, dass der Bedarf nach Vorsorgelösungen nach wie vor ungebrochen hoch ist und der Versicherer mit seiner Strategie vom Vollversicherer zum Komplettanbieter voll auf Kurs sei. Der Verkauf von privaten Vorsorgeprodukten sei angesichts der rekordtiefen Zinsen aber eine echte Herausforderung. Hier seien innovative Lösungen gefragt.

AXA Winterthur hat sich gegen Brexit abgesichert

Auf das Szenario eines Ausstiegs Grossbritanniens aus der EU (Brexit-Entscheid) hat sich die AXA Winterthur vorbereitet. Sie sicherte die Währungsrisiken in Euro und Pfund im Vorfeld ab und reduzierte das Aktienrisiko im Euroland und in Amerika.

Der Versicherer betont, dass seine Kunden nach wie vor von einer hohen finanziellen Sicherheit profitierten. Die Ratingagentur Fitch habe die AXA Winterthur im Juni 2016 mit dem Rating AA-/Outlook stable bewertet, Moody's im Januar 2016 mit Aa3/Outlook positive.

Innovationen sollen Zukunftstauglichkeit garantieren

Der kürzlich von der AXA Gruppe publizierte strategische Plan 2020 mit den Schwerpunkten Fokus und Transformation gelte auch für die AXA Winterthur, so der Versicherer weiter. Die Strategie richte sich in den nächsten vier Jahren auf Wachstum durch operative Exzellenz aus sowie auf gezielte Innovationen. Die AXA Winterthur will bis 2020 insgesamt rund 400 Millionen Franken in ihre Zukunft investieren.

«Mit unserer Strategie 2020 bündeln wir unsere Kräfte und konzentrieren uns auf jene Vorhaben, die für den Ausbau unserer Marktführerschaft entscheidend sein werden. Wir setzen zudem auf gezielte Innovationen, die unseren Kunden einen klaren Mehrwert bringen werden», erklärt Antimo Perretta dazu.

 
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