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Der Aufschwung am Schweizer Arbeitsmarkt lässt weiter auf sich warten

Montag, 06.02.2017

Die Beschäftigungsaussichten sind in vielen Branchen durchzogen. Die Unternehmen halten sich mit dem Stellenaufbau zurück. Der neue KOF Beschäftigungsindikator deutet darauf hin, dass sich dies in den kommenden Monaten kaum ändern wird.

Der KOF Beschäftigungsindikator liegt im 1. Quartal des neuen Jahres bei -2.1 Punkten. Der Indikator weist nun bereits seit zwei Jahren einen negativen Wert auf. Er wird aus den vierteljährlichen Konjunkturumfragen berechnet. Im Rahmen dieser Umfragen befragte die KOF im Januar 2017 rund 4500 Unternehmen zu ihrer Beschäftigungssituation und zu ihren Beschäftigungsplanungen. Der negative Wert des Indikators bedeutet, dass die Zahl der Unternehmen, welche einen Stellenabbau ins Auge fassen, grösser ist als die Zahl der Unternehmen, die einen Stellenaufbau anpeilen. In der Vergangenheit setzten die Unternehmen ihre Planungen oft in die Tat um. Der negative Indikatorwert deutet deshalb darauf hin, dass der Aufschwung am Schweizer Arbeitsmarkt weiter auf sich warten lässt.

Frankenschock ist im Detailhandel noch nicht verdaut

Die Beschäftigungseinschätzungen sind in den meisten Branchen negativ. Einziger Lichtblick sind die Umfrageergebnisse bei den übrigen Dienstleistern, wozu unter anderem Betriebe des Verkehrs-, des Gesundheits- und des Sozialwesens gezählt werden. Hier liegt der Branchenindikator recht deutlich im positiven Bereich.

Wettbewerbsdruck dämpft Stellenaufbau

Weil der Einbruch der Branchenindikatoren im Januar 2015 erfolgte, liegt der Schluss nahe, dass die Baisse mit der Aufwertung des Schweizer Frankens zusammenhängt. Seither melden gerade die Detailhändler einen starken Preisdruck. Dieser Wettbewerbsdruck dämpft offenbar die Bereitschaft der Unternehmen, neue Stellen zu schaffen. Im Detailhandel scheint der Frankenschock also immer noch nicht verdaut zu sein. Es ist in den nächsten Monaten vielmehr mit einem leichten Stellenabbau zu rechnen.

Dienstleister zeigen sich sehr zurückhaltend

Ausgeprägt ist die Zurückhaltung bei der Schaffung neuer Stellen insbesondere bei den befragten Industrieunternehmen, im Gastgewerbe und bei den Banken und Versicherungen. Unerfreulich sind die Beschäftigungsaussichten auch im Gross- und Detailhandel. Die Beschäftigungsindikatoren dieser Branchen brachen im 1. Quartal 2015 deutlich ein und verharren seither klar im negativen Bereich.

 
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