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Das Umlageergebnis der AHV ist 2016 erneut negativ ausgefallen

Montag, 27.03.2017

Die AHV schliesst das Jahr 2016 mit einem negativen Umlageergebnis ab. Sie hat 766 Millionen Franken mehr ausgegeben als sie an Beiträgen eingenommen hat. Dank einem guten Anlageergebnis konnte sie einen Verlust jedoch vermeiden.

Die AHV schliesst das Jahr 2016 mit einem negativen Umlageergebnis von -766 Millionen Franken ab. Insgesamt generierte die AHV 2016 zwar Erträge in Höhe von 41,764 Milliarden Franken. Die Ausgaben – fast ausschliesslich für Renten – beliefen sich jedoch auf 42,530 Milliarden Franken. Diese Verschlechterung gegenüber dem Vorjahr liegt in dem Trend; so ist das Umlageergebnis der AHV seit 2014 negativ, wie der Ausgleichsfonds AHV/EO (compenswiss) mitteilt. 

Die AHV-Beiträge stammen zu rund drei Vierteln von Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Ein Viertel steuert die öffentliche Hand bei. Darin enthalten sind die Beiträge von Bund und Kantonen, das Mehrwertsteuerprozent und die Spielbankenabgabe.

Betriebsergebnis der AHV ist dank Anlageergebnis positiv

Nach einem Vermögensverlust von 237 Millionen Franken im Jahr 2015 erzielte der AHV-Ausgleichsfonds im vergangenen Jahr wieder ein positives Anlageergebnis von 1,083 Milliarden Franken. Hinzu kamen die vom Bund bezahlten Zinsen auf der IV-Schuld in Höhe von 122 Millionen Franken. Dank dieser Einnahmen verzeichnete die AHV für 2016 ein Betriebsergebnis von 439 Millionen Franken. Das ist deutlich besser als im Vorjahr, als ein Verlust von 559 Millionen Franken resultierte.

Umlageergebnis der IV ist leicht angestiegen

Das Umlageergebnis der IV (692 Millionen Franken) ist leicht angestiegen. Das positive Anlageergebnis des IV-Ausgleichsfonds (131 Millionen Franken) hat das Betriebsergebnis (823 Millionen Franken) damit verbessert. Das positive Betriebsergebnis erlaubte es, die IV-Schuld gegenüber der AHV weiter zu tilgen. Die Forderung der AHV an die IV verringerte sich somit auf 11,406 Milliarden Franken. Seit der Einführung des IV-Fonds (01.01.2011) haben die positiven Betriebsergebnisse der IV dazu beigetragen, die IV-Schuld gegenüber der AHV um 3,538 Milliarden Franken zu reduzieren.

Umlageresultat der EO hat sich verschlechtert

Das Umlageresultat der EO hat sich wesentlich verschlechtert. Es schliesst mit einem Defizit von -87 Millionen Franken ab (Vorjahr 115 Millionen Franken). Das Betriebsergebnis beläuft sich auf -52 Millionen Franken und ist somit ebenfalls deutlich geringer als im Vorjahr (108 Millionen Franken).

Vermögensbestand hat zugenommen

Die Ausgleichsfonds AHV/IV/EO wiesen per 31. Dezember 2016 einen Vermögensbestand von 34,819 Milliarden Franken auf (per Ende 2015: 33,620 Milliarden Franken), wovon 29,679 Milliarden Franken auf die AHV, 4,274 Milliarden Franken auf die IV und 866 Millionen Franken auf die EO entfallen sind.

Der Vermögensbetrag zur Deckung möglicher Verluste aus den Betriebsrechnungen der Sozialwerke wird durch die Bilanzposition «Flüssige Mittel und Anlagen» ausgewiesen. Er erreicht neu 69.8% (68.2% Vorjahreswert) des gesamten Aufwands bei der AHV, 46.5% (45.8%) bei der IV und 49.6% (53.0%) bei der EO.

Anlagestrategie unterscheidet sich je nach Sozialwerk

Aufgrund der unterschiedlichen Anlage- und Risikoprofile von AHV, IV und EO weisen die Ausgleichsfonds der einzelnen Sozialwerke unterschiedliche Anlageresultate aus. Das Gesamtvermögen der AHV (inkl. Liquidität) weist eine Rendite von 3.75%, dasjenige der IV eine Rendite von 2.63%, und jenes der EO eine Rendite von 3.85% auf.

Beiträge der Versicherten sind gestiegen

Die Beiträge der Versicherten und Arbeitgeber für AHV und IV sind insgesamt um 1.5% gestiegen. Bei der EO dagegen verringerten sich jene Beiträge um 8.8%. Darin spiegelt sich der von 0.5% auf 0.45% gesunkene Betragssatz.

Die Ausgleichsfonds AHV/IV/EO werden unter dem Namen compenswiss zusammengefasst und geführt. 

 
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